A82/004
Johann Christoph Müller (1673-1721)
MÜLLERS GROSSE KARTE VON BÖHMEN
1790
Kupferstich auf Papier vollflächig adjustiert auf Sperrholz, 102,5x143 cm (109x151 cm). „Tabula Generalis Marchionatus Moraviae in sex circulos divisae quos Mandato Caesareo accurate emensus hac mappa delineatos exhibet Ioh. Christoph Müller S.C.M. Capitane“. In der linken oberen Ecke Kartusche mit Titel, Landeswappen und allegorischen Figuren. In der rechten oberen Ecke dekorative Kartusche mit Legende. In der linken unteren Ecke Kartusche mit Maßstab. Ende Mai 1708 beauftragte das böhmische Hofkanzley in Wien das mährische Tribunal, eine neue Karte von Mähren zu erstellen. Dass es sich dabei mehr oder weniger um eine förmliche Vergabe handelte, zeigt sich daran, dass der Auftrag bereits am 11. Juni vergeben wurde. Johann Christoph Müller wurde mit der Ausarbeitung des neuen Kartenwerks beauftragt und begann unmittelbar danach mit der Vermessung der Region Znaim. Seine detaillierten Skizzen wurden 1712 zur Überarbeitung an die Regionalhauptmänner geschickt, und erst nach deren Kommentaren wurde der endgültige Entwurf des Auftrags für die Herstellung der Druckplatte erstellt. Zwei Jahre später wurde der Brünner Kupferstecher Johann Christoph Leidig beauftragt, vier Kupfertafeln anzufertigen. Die Karte, die einen bedeutenden qualitativen Durchbruch in der kartografischen Darstellung des mährischen Territoriums darstellte, wurde in den folgenden Jahren mehrfach nachgedruckt und weitere Karten wurden von ihr abgeleitet. In 1790 wurde vom Drucker Franz Reiser in Brünn eine zweite Auflage hergestellt, die mit Registern und einem Koordinatennetz ergänzt wurde. viz: /https://mapy.mzk.cz/mapy-moravy/mullerova-mapa-moravy/
Gerahmt.


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