A84/141
Eduard Milén (1891-1976)
ROSE
Tempera auf Papier, 60x40 cm (76x56 cm), signiert links unten monogrammiert "E. M.". Verso Künstleretikette mit dem Namen des Autors, Adresse, Titel, Technik und Größe. Passepartout, gerahmt, verglast. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Eduard Milén seinen Malstil in einer ganz eigenen poetischen Richtung weiter. Die Dynamik des Pinselstrichs und die Fragmentierung der Volumen erinnern an seine Abkehr vom früheren dekorativen Jugendstil und der „Pariser“ Eleganz der 1920er Jahre hin zu einer freieren, malerisch spontaneren Form. Die sanft gedämpfte Farbgebung wird jedoch durch kräftige Akzente in Rot und Gelb betont, die den Blick auf die Blumenkomposition mit dem Strauß in der Vase lenken. In diesem scheinbar unbedeutenden Werk, das in leichter Technik ausgeführt ist, werden die Farbanalyse und die Strukturierung der Form deutlich hervorgehoben. Das Gemälde zeichnet sich durch eine freie, aber durchdachte Flächenstruktur aus, in der sich der figurative Ausgangspunkt allmählich in einer fast abstrakten malerischen Darstellung auflöst. Das Blumenmotiv dient hier vor allem als Vermittler für die Arbeit mit rhythmischen Strichen, Farbharmonie und Lumineszenz der Oberfläche der Komposition. Das Bild wirkt lebendig, fast vibrierend. Die Schichtung von lasierenden und pastosen Farbaufträgen erzeugt den Eindruck eines Lichtflimmerns – ein Phänomen, das Milén in den 1960er und 1970er Jahren mit unerschütterlicher Sicherheit entwickelt hat. Zustand A. Ein Verkaufsbeleg "Dílo" aus dem Jahr 1971 ist enthalten.
Erzielter Preis: 1.500 CZK / 63 EUR


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