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Startseite > Auktion > 84. Weihnachtsauktion der Schönen Künste und Antiquitäten > Bretagne

A84/143

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František Emler (1912-1992)

BRETAGNE

Ende 1930er Jahre
Öl auf Karton, 58x41 cm (64,5x47 cm), signiert rechts unten "F. Emler". Gerahmt, verglast. Das Gemälde stellt ein markantes Beispiel für Emlers frühere Arbeiten dar und reflektiert die Erfahrung einer Studienreise nach Italien, die er in den 1930er Jahren unternahm. Die Komposition mit einer kompakten Gruppe von Steinhäusern und einer unverwechselbaren, fast skulpturalen Modellierung von Massen erinnert an die Architektur von Mittelmeerstädten sowie deren engen Gassen. Robuste Morphologie der Häuser, enge Perspektive und Arbeit mit Kontrast von Licht und Schatten evozieren die Atmosphäre der alten italienischen Städten (Toskana, Umbrien oder Ligurien). Emlers typische Handschrift wird durch ausdrucksvoll stilisierte Oberflächen, den markanten Rhythmus der Steine und die gedämpfte und dennoch harmonisch konstruierte Farbigkeit in Grau-, Ocker- und Blautönen akzentuiert. Die kleinen Figuren von Frauen in schwarzen Kleidern heben die lokale Farbe hervor, erzählen Geschichten und erhellen gleichzeitig die Monumentalität der architektonischen Massen. Das Motiv lässt sich mit Emlers Gemälden aus Südeuropa und der Bretagne vergleichen, die er in den 1930er/40er Jahren schuf: Eine ähnliche Stilisierung der Gebäudestruktur, eine Betonung der Silhouette der Häuser und eine ausdrucksstarke Kontur zeigen sich auch in seinen Landschaften mit der Meeresküste. Diese Zeichen, zusammen mit der verwendeten Technik und der Art der Unterlage, weisen auf ihren Ursprung in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre hin, das heißt in der Zeit nach der Rückkehr aus Italien, als der Autor noch die Inspirationen verarbeitete, die er während seiner Studien erhalten hatte. Zustand B.

Startpreis: 9.000 CZK / 375 EUR
Erzielter Preis: 14.000 CZK / 583 EUR

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